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AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG Bestehen und Vergehen – Auf jüdischen Spuren in der Bukowina
Michael Jänecke


Auf historischen Karten findet man diese europäische Region im Plural: Das Buchenland, die Bukowina, war seit dem Ende des 18. Jahrhunderts liberaler Außenposten der k.u.k.-Monarchie und Heimat für Armenier, Deutsche, Huzulen, Juden, Lipowaner, Polen, Rumänen, Russen, Slowaken,  Ukrainer und Ungarn. Unter den Zugewanderten spielten Juden im Czernowitzer Bürgertum eine tragende Rolle. In diesem diversen kulturellen  Nebeneinander schufen Literaten wie Karl-Emil Franzos, Alfred Margul-Sperber, Rose Ausländer, Paul Celan oder Selma Meerbaum-Eisinger ihre Werke. Im späten 19. Jahrhundert wich das Nebeneinander zunehmend einem Gegeneinander. Auf die rigide Nationalitätenpolitik wechselnder Besatzer  folgte auch am Rande Europas der Völkermord.Diese wechselhafte Geschichte einer vergessenen europäischen Integrationsregion inspirierte Michael Jänecke 2010 zu einer Reise in die Bukowina. Die jüdischen Spuren waren weithin verschüttet. Wenige Synagogen trotzen den Zeitläuften, die Menschen, die sie sich erbaut haben und ihrer Nachfahren fehlen heute. Andere gehen achtlos vorbei, für sie haben die Gebäude ihre ursprüngliche  Bedeutung verloren. Neben den Außenansichten gewähren uns die Fotos Einblicke in die heutige Nutzung zweier Synagogen: die eine wird als Kino  genutzt, eine andere als Sporthalle..
MICHAEL JÄNECKE, Jg. 1961, Sohn einer Fotolaborantin und Enkel eines Pressefotografen, studierte zunächst  Politik und Soziologie, und ist als freiberuflicher Fotograf in der Portrait- und Veranstaltungsfotografie aktiv und realisiert zudem künstlerische Projekte.


Do 23. März 2017 | 19 Uhr
Jüdisches Gemeindehaus
Fasanenstraße 79–80 |10623 Berlin
Foyer | bis 30. Juni 2017 | Eintritt frei

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Liebe Besucher unserer Volkshochschule,

für das 1. Semester 2017 halten wir wieder ein abwechslungsreiches Programm für Sie bereit.
Im März zeigen wir – bevor er in die Kinos kommt – den Film »Paradies« von Andrei Konchalovsky, einem der wichtigsten Regisseure des heutigen Russlands.
»Bestehen und Vergehen – Auf jüdischen Spuren in der Bukowina« heißt die Ausstellung des Fotografen Michael Jänecke , die ebenfalls im März eröffnet wird.
Im Mai freuen wir uns auf das gemeinsame Konzert »Zwischen den Welten« der armenischen Pianistin Nare Karoyan und des israelischen Cellisten Ira Givol. Außerdem zeigen wir im Mai eine Kooperation mit dem »Theater im Aufbauhaus« am Moritzplatz: Das wundervollle Soloprogramm des Schauspielers Georg Stephan mit seinem Stück »Scholem Alejchem«.
Ein weiterer Höhepunkt ist ein Film und ein Zeitzeugengespräch mit dem  Schoaüberlebenden Fred Heyman alias Manfred Heymann, der die Nazizeit im Berliner Untergrund überlebte. Wir freuen uns besonders, dass Fred Heyman unserer Einladung gefolgt ist und Ihnen für Fragen zur Verfügung stehen wird.
Im Juni unternehmen wir einen Stadtspaziergang mit dem Titel »Jüdisches Leben in der Kantstraße« mit der Historikerin Birgit Jochen, deren Buch über die Kantstraße im März erscheint.
Nach 1945 verließen 30 000 Juden Polen und kamen unter anderem auch nach Deutschland. Das Leben dieser Menschen stellen Hans-Peter Föhrding und Heinz Verfürth im Juli in ihrem Buch »Als die Juden nach Deutschland flohen« vor.
Zu Ehren des jüdischen Sexualforschers Magnus Hirschfeld wird am 7. September der Grundstein für ein Denkmal im Tiergarten gelegt. Um die Leistungen dieses Pionieres der Sexualwissenschaft und Mitbegründer der ersten Homosexuellen-Bewegung zu würdigen, findet am selben Abend im Großen Saal der Oranienburger Straße ein prominent besetzter Vortrags- und Diskussionsabend statt, zu dem wir ebenfalls herzlich einladen.

Mit der Bitte, auch unser umfangreiches Kursprogramm zu beachten, hoffen wir, Ihr Interesse geweckt zu haben und freuen uns auf Sie!


Ihre Sara Nachama                                                    Ihr Ilan Kiesling
Kulturdezernentin und stellvertretendes                       Leiter Kommunikation und kommissarischer Leiter
Mitglied des Vorstands der                                         der Jüdischen Volkshochschule Berlin
Jüdischen Gemeinde zu Berlin





 

 














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2. Trimester 2017. Programm

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